Hinweise
Jeweils Garmisch-Partenkirchen, Hochlandkino, Ludwigstr. 90
Eintritt 8,00 Euro
Filmreihe Lebensspuren
| Der Film ist nicht dafür erfunden worden, von der Welt abzulenken, sondern auf die Welt hinzuweisen.“ |
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The Guard - Ein Ire sieht schwarz
Mi., 08.02.2012 20.00 Uhr Nachmittags-Vorstellung um 17.30 Uhr

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Ein grummeliger irischer Dorfpolizist wird in seiner Alltagsroutine gestört, als ihm ein übereifriger Assistent aufgezwungen und er überdies mit einem Mordfall konfrontiert wird, bei dem er mit einem schwarzen FBI-Agenten zusammenarbeiten muss, um die Machenschaften eines internationalen Drogenrings aufzuklären. Politisch inkorrekt und mit einem grandiosen Gespür für Timing und Pointen, gelingt eine stimmig-ruppige, höchst unterhaltsame Krimi-Posse aus dem kauzigen irischen Westen. - Sehenswert
Publikumsliebling der Berlinale 2011
Film-Dienst 19/2011, S. 56; Irland/Großbritannien, 2010
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Le Havre
Mi., 07.03.2012 20.00 Uhr Nachmitta gs-Vorstellung um 17.30 Uhr

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Ein alternder Schuhputzer in der Hafenstadt Le Havre nimmt sich eines afrikanischen Flüchtlingsjungen an. Diverse Freunde unterstützen ihn dabei, dem Kind die Weiterreise nach London zu ermöglichen, wo es seine Mutter finden will. Aki Kaurismäki erzählt in seinem für ihn typischen lakonischen Stil ein zutiefst humanistisches Drama, das wie ein Gangsterfilm anfängt, dann aber zunehmend märchenhaftere Züge annimmt und sich dabei zu einem mitreißenden Plädoyer für die Veränderbarkeit maroder Zustände verdichtet. - Sehenswert
„Die Liebe, die Kaurismäki zu seinen Figuren zeigt, überwältigte auch das Publikum, das vor Begeisterung tobte.“ FAZ
„LE HAVRE ist ein zartes, heiteres, anrührendes Retro-Märchen... [...] Ein Film voll guter Menschen, aber kein Gutmenschenfilm“ DER TAGESSPIEGEL
„Sehnsucht nach blühendem Leben: Aki Kaurismäkis Film „Le Havre“ ist eine liebevolle Auseinandersetzung mit dem Flüchtlingsproblem ohne Betroffenheits-Rhetorik.“ Süddeutsche Zeitung
Film-dienst 18/2011, S.35
Finnland/Frankreich/Deutschland, 2011
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Der Gott des Gemetzels
Mi., 21.03.2012 20.00 Uhr Nachmittags-Vorstellung um 17.30 Uhr

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Die Rauferei zweier Elfjähriger, bei der einer zwei Zähne verliert, führt zwei New Yorker Elternpaare zusammen. Nach einem klärenden Gespräch scheint die Sache erledigt, doch als die Mutter des geschädigten Jungen eine Entschuldigung verlangt, läuft die Sache aus dem Ruder. Man redet sich in Range und beruhigt sich wieder, doch reichlich genossener Whisky befeuert die Situation erneut. Ein ungemein klug inszeniertes, mit der Kamera kongenial die sich verschiebende und allmählich eskalierende Gruppendynamik einfangendes Kammerspiel über die „Dünnhäutigkeit“ guter Umgangsformen und kultivierten Verhaltens angesichts einer Stresssituation, die die Wertvorstellung der Protagonisten herausfordert. Von wunderbaren Darstellern getragen, entfaltet sich eine komisch-entlarvende Ehe- und Gesellschaftsfarce. - Sehenswert Film-dienst 24/2011, S. 29 Frankreich/Deutschland/Polen/Spanien/Frankreich, 2011 |
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Halt auf freier Strecke
Mi., 04.04.2012 20.00 Uhr Nachmittags-Vorstellung um 17.30 Uhr

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Ein Familienvater erkrankt unheilbar an einem Hirntumor und hat nur noch wenige Wochen zu leben. Zunächst kann der Kranke noch seinen Alltag fortführen, dann aber macht sich die zerstörerische Wirkung des Geschwürs bemerkbar. Eindringlicher Film über die körperlichen und emotionalen Auswirkungen eines Krankheitsverlaufs und Sterbeprozesses, dem mit mobiler Handkamera und einem aus Schauspielern und Laien bestehenden Ensemble eine realistische Annäherung an sein Thema gelingt. Ohne Beschönigung und Rührseligkeit wird der Zuschauer mit den Tatsachen dieses Sterbens konfrontiert, wobei dessen Ungeheuerlichkeit Schritt für Schritt abgebaut wird. - Sehenswert
„Krebs, inoperabel: Ein unwiderrufliches Todesurteil für jeden Patienten. Andreas Dresens neuer Film „Halt auf freier Strecke“ stellt die Frage nach dem Wissen und Begreifen der eigenen Endlichkeit. Ein großer Film, der weder Sentimentalität noch Überwältigung benötigt.“ Süddeutsche Zeitung
Film-Dienst 23/2011, S. 45
Deutschland 2011
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Nader und Simin
Mi., 02.05.2012 20.00 Uhr Nachmittags-Vorstellung um 17.30 Uhr

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Nader und Simin wollen sich scheiden lassen, da Simin den Iran verlassen möchte, doch Nader seinen Vater nicht zurücklassen will. Bis das Sorgerecht geklärt ist, muss Nader allein für seinen an Alzheimer erkrankten Vater sorgen. Da er dies neben seinem Job und der Erziehung seiner Tochter nich allein bewältigen kann, holt er sich die Pflegerin Razieh zur Hilfe. Doch auch sie ist eine ungelernte Kraft, da Nader sich keine professionelle Hilfe leisten kann. Als streng muslimische Frau, der das Berühren von Männern nicht ohne weiteres gestattet ist, wird sie mit dem stark pflegebedürftigen Vater bald hoffnungslos überfordert. Als Nader eines Tages nach Hause kommt, findet er seinen Vater allein an seinen Nachttisch gefesselt. Als er Razieh zur Rede stellen will, führt dies zu tragischen Konsequenzen: die Pflegekraft und der Mann stehen sich vor Gericht gegenüber. Es beginnt ein spannungsgeladener Prozess der Wahrheitsfindung.
Eine genau beobachtende Studie alltäglicher Lebensumstände und familiärer wie sozialer Risse, die in Gestalt eines klug aufgebauten „Krimis“ eine zutiefst verunsicherte, von moralisch-religiösen Zwängen überfrachtete und gespaltene Gesellschaft beschreibt. - Sehenswert
„Eine Parabel über ethisches Handeln im Alltag und die vielen Fallstricke, die eine Gesellschaft auch dem Gerechtesten legt.“ - Frankfurter Rundschau
„Das große Meisterwerk der Berlinale.“ - Der Spiegel
„Selten waren sich Berlinale-Jury und Kritiker so einig.“ - Stern
Film-Dienst 14/ 2011, S. 34
Iran, 2011
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