Königswege und Bergresidenzen im Voralpenland von Bayern und Tirol

Bei diesem Projekt arbeiten erstmalig zwei Schulklassen und Lehrpersonen der Oberstufengymnasien in Murnau und Reutte zusammen. Im Rahmen einer grenzübergreifenden Projektarbeit sollen von den SchülerInnen Orte, an denen sich König Ludwig II. regelmäßig aufgehalten hat, lokalisiert und die historischen Ereignisse aufgearbeitet werden. Es werden u.a. vier gemeinsame Exkursionen an geschichtsträchtige Orte unternommen. Die Ergebnisse bilden die Grundlage für die Erstellung einer Wanderkarte mit Königswegen und Bergresidenzen. Zusätzlich wird als digitaler Helfer und unter Einbindung von IT-Experten eine Wander- und Erlebnisapp programmiert.

Zum Abschluss ist der Besuch der Landesausstellung mit Presseveranstaltung vorgesehen, bei der das Ergebnis der grenzüberschreitenden Projektarbeit öffentlich wirksam vorgestellt wird. Begleitend dazu wird ein Fotobuch mit CD erstellt, das den Projektteilnehmern und den Kooperationspartnern zur Verfügung gestellt wird.

Projektleitung: Landkreis Garmisch-Partenkirchen

Projektpartner: Bundesrealgymnasium Reutte, Staffelsee Gymnasium Murnau, Kath. Kreisbildungswerk Garmisch-Partenkirchen e.V.

Auftaktveranstaltung in Hohenschwangau

Ziel des Projekts

Wir entwickeln eine königliche Wanderkarte für Heimatverbundene mit dazugehöriger „Wander- und Erlebnis-App“, die den Spuren der bayerischen Königsfamilie in Oberbayern und Tirol nachgeht. Wir zeigen die „Königswege“ im Gebirge und erzählen die Geschichte(n) zu den Schauplätzen der Vergangenheit. Wir präsentieren die Grenzregion zwischen Bayern und Tirol als historisch-kulturelle Einheit und machen Geschichte vor Ort erlebbar.


Unsere Leitfragen: Wo im Gebirge haben sich die Wittelsbacher gerne aufgehalten? Wo kann man bis heute auf den Spuren von König Max, Königin Marie und Märchenkönig Ludwig II. oder des Prinzregenten wandeln und ihre Begeisterung fürs Gebirge nacherleben? Welche Erinnerungen sind vor Ort noch lebendig?

Thema „Königswege in Oberbayern und Tirol“

Wir beleuchten den Beitrag des bayerischen Königshauses zur Erschließung des Gebirges für den Fremdenverkehr im 19. Jahrhundert. Damit knüpfen wir thematisch an die Bayerische Landesausstellung 2018 in Ettal an: „Wald, Gebirg und Königstraum – Mythos Bayern“ zeigt den historischen Wandel des Gebirges von der unwirtlichen Wald- und Felsenregion zum Sehnsuchtsort für „Sommerfrischler“. - Die Wittelsbacher kamen oft zur Erholung ins „bayerische Gebirg“ zum Jagen, Fischen, Bergsteigen und zu Ausfahrten in die Umgebung. Neben den Königsschlössern hinterließen sie Jagdhütten, Reitwege, Königsstraßen und Königszimmer in Postgasthöfen an den schönsten Orten im Oberland. Die bayerischen Herrscher wirkten auch grenzübergreifend bis ins tirolerische Außerfern und Lechtal hinein, wo noch heute Spuren ihrer Aufenthalte zu finden sind.

Schüler aus Bayern und Tirol

Bei diesem Projekt kooperieren Oberstufenschüler und Lehrer des Staffelsee-Gymnasiums Murnau und des Bundesrealgymnasiums Reutte in Tirol und entdecken grenzübergreifende Gemeinsamkeiten. Die Murnauer Schüler eines P-Seminars und die Tiroler Schüler eines Wahlpflichtkurses gehen gemeinsam den Spuren der bayerischen Könige zwischen Lech und Isar nach. Wir arbeiten in länderübergreifenden Teams, sind digital miteinander vernetzt und treffen uns zu gemeinsamen Veranstaltungen und Exkursionen in Bayern und in Tirol. - Wir sind u.a. zu Gast im Museum der Bayerischen Könige in Hohenschwangau mit Expertenvorträgen und Schloss-führung. Wir wandern durchs Ammergebirge und Lechtal, besichtigen Schloss Linderhof bei Nacht, genießen ein „Königliches Mahl“ nach Originalrezepten der Hofküche und erhalten eine Sonderführung durch die Bayerische Landesausstellung 2018.

Chancen für Schüler

Bei diesem Projekt lernen die Schüler ihre Heimat und Nachbarregion näher kennen und erforschen die Geschichte des Königreichs Bayern, Tirols und der Wittelsbacher im 19. Jahrhundert. Die Schüler können ihre berufsrelevanten Medienkompetenzen erweitern und von erfahrenen IT-Experten lernen, wie eine App entwickelt wird. Sie gewinnen Einblicke in die Berufs- und Arbeitswelt rund um ein kulturelles Großprojekt und können selbst einen Beitrag dazu leisten. Nicht zuletzt sammeln sie wertvolle Erfahrungen in länder- und grenzübergreifender Zusammenarbeit, knüpfen Kontakte und erweitern ihren Horizont.

Projektpartner

Unser Projekt wird gefördert von der Europäischen Union aus Mitteln des Fonds für Regionale Entwicklung und begleitet von der Euregio Zugspitze-Wetterstein-Karwendel. Lead-Partner und Koordinator des Projekts ist der Landkreis Garmisch-Partenkirchen. Projektpartner sind das Staffelsee-Gymnasium Murnau, das Bundesrealgymnasium Reutte und das Katholische Kreisbildungswerk Garmisch-Partenkirchen e.V. - Als externe Partner stehen uns IT-Experten und sachkundige Historiker zur Seite.

 

 

Das Projekt wird durch das Interreg Programm Österreich-Bayern 2014-2020 finanziell unterstützt.

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Zertifiziert nach dem QualitätsEntwicklungsSystem mit Zertifizierung (QES-T) der katholischen Erwachsenenbildung in Bayern