TÜR 13

Die Legende der heiligen Lucia

Am 13. Dezember, also mitten im Advent, begeht die Kirche alljährlich den Gedenktag der heiligen Lucia oder Luzia, deren Name übersetzt »die Leuchtende« bedeutet. Der Legende nach lebte die heilige Lucia als junge Christin im 3. Jahrhundert in Syrakus auf Sizilien. Dort soll sie als Kind einer vornehmen Familie im Jahr 286 geboren worden sein. In einer Zeit der Christenverfolgung als viele Christen sich versteckt hielten, versorgte sie diese Menschen in den Katakomben mit Lebensmitteln.

Damit sie die Hände frei zum Tragen hatte, setzte sie sich einen Kranz mit Lichtern auf den Kopf. Als Lucia einen reichen Mann heiraten sollte, weigerte sie sich dieses zu tun, da sie keusch bleiben wollte und löste die Verlobung. Der vor den Kopf gestoßene Mann verriet sie beim Kaiser, woraufhin dieser sie hinrichten ließ.

Vor allem in Skandinavien wird dieser Brauch noch mit einem Lichterfest gefeiert, bei dem die älteste Tochter am frühen Morgen im weißen Gewand und mit Lichterkranz auf dem Kopf Gebäck an ihre Familie verteilt.

Auch bei uns gibt es Bräuche zum Lichterfest, wie Lichterprozessionen oder das sogenannte Lichterschwemmen: hierbei werden von Kindern gebastelte kleine Schiffchen in Häuserform mit Kerzen versehen und bei Einbruch der Dunkelheit in den Fluss der Stadt gesetzt. Andernorts stellen Kinder selbst gebastelte Teelichter ins Fenster, um vom Ende der dunklen Tage zu künden.

Lichter geben Hoffnung, sie künden vom Ende der dunklen Tage und stimmen uns auf Weihnachten ein. Mit einer Kerze im Glas kannst du jemandem oder dir selbst eine Freude machen.

Hier findest du die Anleitung und eine kleine Geschichte dazu.

Kerze im Glas aus Kerzenresten

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  • Dazu Kerzenresten in einem alten Topf oder in einer Aludose im Wasserbad schmelzen.
  • Ein leeres Marmeladenglas gründlich auswaschen
  • Einen Docht ins Glas stellen
  • Am einfachsten geht dies mit einem Docht mit Metallhalter
  • Es geht aber auch ohne: dazu beschwert man das untere Ende des Dochtes z.B. mit einer Beilagscheibe und einer Büroklammer. Das obere Ende befestigt man zwischen 2 Zahnstochern, die auf dem Glasrand liegen bleiben, so dass der Docht nach oben stehen bleibt.

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  • Dann gießt man das flüssige Wachs ins Glas und lässt es abkühlen.
  • Wer möchte kann auch noch ein paar Tropfen Duftöl ins Wachs gießen (z.B. Lavendel und Blutorange)

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  • Man kann auch verschieden Farben gießen. Dazu immer die bereits gegossene Farbe abkühlen und aushärten lassen.

Fertig ist ein feines Weihnachtsgeschenk.

 

Und dazu passt noch diese kleine Geschichte...

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  • Glas dekorieren

„Geschichte vom kleinen Licht“

In einem Winkel der Welt kauerte verbissen, trotzig und freudlos eine dicke, schauerliche Finsternis. Plötzlich erschien in dieser Not ein kleines Licht, klein, aber ein Licht. Jemand hatte es hingestellt. Es war ganz einfach da und leuchtete. Einer, der vorüberging, meinte: "Du ständest besser woanders als in diesem abgelegenen Winkel". "Warum?" fragte das Licht. "Ich leuchte, weil ich Licht bin, und weil ich leuchte, bin ich Licht. Ich leuchte nicht, um gesehen zu werden, nein, ich leuchte, weil es mir Freude macht, Licht zu sein." Aber die düstere Finsternis ging zähneknirschend und wütend gegen das Licht an. Und doch war die ganze große Finsternis machtlos gegen dieses winzige Licht." 

(Heinrich Lhotzky)

Fußspalte 1
Fußspalte 2

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