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Tipps für eine nachhaltige elektrische Weihnachts- und Christbaumbeleuchtung

Für viele Menschen gehört eine stimmungsvolle Lichter-Deko zur Advents- und Weihnachtszeit mit dazu, genauso wie Glühwein, Lebkuchen und Tannengrün. Rund 18,8 Milliarden Lämpchen leuchteten letztes Jahr in der staaden Zeit in den privaten Haushalten. Beim Kauf spielen Umweltauswirkungen und Stromverbrauch oftmals jedoch nur eine geringe Rolle. Da es sich häufig um billige Konsumprodukte handelt, ist die Lebensdauer begrenzt, denn in der nächsten Saison gibt es wieder neue Modelle.

Profis setzen die Weihnachtsbeleuchtung bewusster ein und fragen sich:

  • Was will ich dekorativ beleuchten? Ist eine Beleuchtung überhaupt erforderlich?
  • Welche Beleuchtung ist dafür sinnvoll? Wie kann die evtl. bereits vorhandene Beleuchtung eingesetzt werden?
  • Ist die Beleuchtung elektrisch und mechanisch sicher?
  • Sind über viele Jahre Ersatzteile erhältlich?
  • Was kostet die Anschaffung und der Betrieb? Erfolgte die Produktion unter nachhaltigen Gesichtspunkten?

 

Neue Christbaumbeleuchtung: Was ist zu beachten?

  • Möglichst einfache Technik

außerdem:

  • Die konventionelle Technik ist die einfachste Technik, auch wenn das nicht populär ist. Wenige robuste/ausgereifte Bauteile, Lampenherstellung mit geringem Materialeinsatz und damit Entsorgung problemlos.
     
  • Kein „Schnick-Schnack“ (z.B. Blinken, farbiges Licht, programmier-/konfigurierbar)
     
  • Keine Fernbedienung oder sonstige vermeidbare Funktionen
     
  • LED Lampen verbrauchen ca. 90% weniger Strom als Glühlampen.
     
  • Möglichkeit zum einzelnen Austausch der Lampen. Es gibt 2 Bauformen: Schaftkerzen und Topkerzen.
     
  • Möglichst ohne Elektronik. Zeitschaltuhr besser getrennt, z.B. in der Installation (kann dann auch für andere Zwecke verwendet werden)
     
  • Keine Batterien/Akkus
     
  • Möglichst kein Netzteil.
    Zu Netzteilen prinzipiell noch eine kurze Anmerkung: Alte haben Trafos und werden daher warm, das bedeutet Energieverschwendung. Neue elektronische haben hingegen einen deutlich besseren Wirkungsgrad. Trafo-Netzteile können am deutlich höheren Gewicht erkannt werden.
     
  • Elektrische Sicherheit:
    Soll: VDE-Zeichen, Minimum: GS-geprüft; CE-Zeichen genügt nicht!
    Im Außenbereich: mind. Schutzklasse IP44 (d.h. „Geschützt gegen den Zugang mit einem Draht" + "Schutz gegen allseitiges Spritzwasser")
    Anschluss an Steckdose, die mit RCD (Fehlerstrom-Schutzschalter = FI) abgesichert ist.
    Es handelt sich um ein "Elektrisches Betriebsmittel". Daher muss jährlich durch eine Elektrofachkraft geprüft werden (Siehe: DGUV-V3).
     
  • Hersteller: z.B. Hellum (Made in Germany), Rotpfeil, EGB, Konstsmide, (Osram stellt nur noch Lampen/Kerzen her).

 

2 Tipps zum Schluss:
Kommunen haben Erfahrung mit Beleuchtung für Innen und Außen. Es ist daher sinnvoll sich dort Rat zu holen. Auch die örtlichen Fachhändler und Elektriker helfen gerne.

Einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz kann außerdem die Umstellung auf Ökostrom bedeuten, wobei auch hier gilt: Wesentlich für den Klimaschutz ist sparsamer Umgang mit Energie.

 

In diesem Sinne, genießen Sie die staade Zeit im Glanz der Lichter – am Kaminfeuer, bei Kerzenschein oder bei LED-Beleuchtung.

 

© Quelle: leicht verändert nach: Abteilung Umwelt, Erzbischöfliches Ordinariat München, Stefan Schirm und Judith Eiwan

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